Weg durch die Weiler von Marmora
Die Weiler von Marmora folgen in kurzen Abständen aufeinander entlang eines sonnigen Hangs des Tals, eingebettet zwischen Wiesen, Weiden und Lärchenwäldern. Diese Route führt zur Entdeckung eines überraschend reichen historischen und künstlerischen Erbes.
Vom Parkplatz der Mehrzweckhalle erreicht man mit einem kurzen Anstieg den Weiler Vernetti, Sitz des Rathauses und des ethnografischen ethnografischen Museum „La vito d’en bot“. Hier fand einst die berühmte „Fiero di Debit“ im September statt, ein wichtiger Termin für eine eng mit der Viehzucht verbundene Gemeinschaft und die Weidewirtschaft verbunden war.
Man geht weiter zur Wallfahrtskirche Madonna del Biamondo, die 1719 um einen Bildstock von 1553 herum erbaut wurde, der eine Madonna mit Kind darstellt. Das Gemälde ist noch heute im Inneren der Wallfahrtskirche erhalten.
Nach dem Weiler Finello erreicht man die Cappella San Sebastiano, die wertvolle Fresken aus dem 15. Jahrhundert von Giovanni Baleison aus Demonte beherbergt. Gegenüber der Kapelle befinden sich die Überreste der alten Mühle-Sägemühle, die von Giors Boneto da Paesana geschmückt wurde. Der Weg führt weiter zum Weiler Arata, dann zum Weiler Garino, wo ein Haus ein originales in Stein gemeißeltes Zwillingsfenster bewahrt, und anschließend nach Torello, ein Weiler, der interessante Beispiele traditioneller alpiner Architektur und einige Werke von Giors Boneto bewahrt. Nicht weit entfernt befindet sich Tolosano, der letzte Weiler an der Straße zum Colle di Esischie, wo die Cappella San Giorgio e Sant’Anna mit einem Gemälde, das Giors Boneto zugeschrieben wird, hervorsticht und wo noch Spuren des gemeinschaftlichen Lebens von einst sichtbar sind.
Von hier aus führt der Weg durch die Weiler Urzio und Arvaglia, um dann zum Weiler Sagna Rotonda aufzusteigen, wo die Restaurierung der Gebäude die Identität der traditionellen alpinen Architektur bewahren konnte; auch hier gibt es ein Fresko von Giors Boneto. Man erreicht dann die Grange Bersezio, Zeugnis der alten landwirtschaftlichen und pastoralen Organisation des Tals.
Der Weg führt dann hinunter zum Weiler Parrocchia, dem religiösen Zentrum der Gemeinde. Die Pfarrkirche San Massimo beherbergt bedeutende Kunstwerke und bezeugt die lange religiöse Geschichte der Gemeinde. Etwas weiter unten erreicht man Reinero, den größten und vielleicht einst wohlhabendsten Weiler. Im Jahr 1936 lebten dort neunundsechzig Menschen und es gab Handwerke, die für das Leben der Gemeinschaft wesentlich waren, vom Schneider bis zum Schuhmacher, vom Böttcher bis zum Bäcker. Die zahlreichen Wohnhäuser bewahren noch monumentale Portale und Steinöffnungen, die vom Reichtum der Vergangenheit zeugen. Unter den bedeutendsten Gebäuden sticht der Gemeinschaftsofen von 1557 hervor, während im Weiler auch ein Fresko zu sehen ist, das Gauteri zugeschrieben wird.
Die Route führt weiter durch blütenreiche Wiesen zum Weiler Superiore und erreicht dann Sodà, ein kleines und wertvolles Beispiel einer nahezu unberührt gebliebenen alpinen Siedlung. Man geht weiter zum Weiler Serre, wo ein alter Ofen noch auf die Straße blickt.
Schließlich erreicht man Brieis, einen der charakteristischsten Weiler der Route. Hier verdienen der eindrucksvolle an den Felsen gelehnte Ofen über dem Brunnen und die Cappella della Santissima Trinità Aufmerksamkeit. Zwischen den Steinhäusern ragt zudem ein Turm hervor, der etwas höher ist als die umliegenden Gebäude, in der lokalen Tradition bekannt als das Haus dl’avoucat.
Von Brieis führt ein angenehmer Weg zurück nach Vernetti und schließt den Rundweg, der nach einer Reise durch einige der faszinierendsten historischen Weiler des Valle Maira wieder zum Ausgangspunkt zurückführt.
Kürzere Variante
Vom Weiler Vernetti aus geht es über eine asphaltierte Straße zur Wallfahrtskirche Madonna del Biamondo, die um einen Bildstock mit einer Madonna mit Kind herum gebaut wurde. Man geht weiter und stößt auf die Cappella San Sebastiano, in der es Fresken von Giovanni Baleison aus Demonte gibt. Gegenüber der Kapelle befinden sich die Überreste einer Mühle-Sägemühle, die von Giors Boneto da Paesana geschmückt wurde. Über die Wiesen gelangt man nach Tolosano, wo die Cappella San Giorgio e Sant’Anna steht, deren Fassade ein Gemälde von Giors Boneto ziert. Über einen Saumpfad erreicht man Urzio, einen völlig unbewohnten Weiler mit einem Herrenhaus, und gleich danach Arvaglia, einen winzigen Weiler. In Reinero kann man dann allerlei mittelalterliche Kunst und ein Fresko von Gauteri bewundern. Nach Durchquerung des Weilers erreicht man die Kirche San Massimo, in der es Fresken von Tommaso Biazaci aus Busca gibt. Über die Wiesen geht es hinunter zur Borgata Superiore, nach Soda und Serre. Von Brieis aus geht es schließlich zurück zum Rathaus von Vernetti.
Information
- Aufstieg: 660 m
- Distanz: 12,2 km
- Gemeinde: Marmora
- Jahreszeiten: Frühling, Herbst, Sommer
- Schwierigkeitsgrad: Leicht
Sport in den Bergen kann gefährlich sein. Man braucht dafür sowohl die richtige Ausrüstung als auch die richtige Vorbereitung. Wir empfehlen Ihnen, sich vor jedem Ausflug gut den Wetter- und Lawinenbericht anzusehen und/oder sich von einem Bergführer begleiten zu lassen. Der Tourismusverband Valle Maira lehnt jede Verantwortung für die hier gegebenen Hinweise und vorgestellten Routen ab. Diese müssen je nach Wetterlage und Schneedecke persönlich bewertet werden.