Besucherzentrum und archäologische sowie naturkundliche Geostätte Rocceré

Das RocceRé ist eine spektakuläre geologische Stätte, die seit der Antike von prähistorischen Völkern besucht wurde. Es befindet sich direkt am Fuße des Maira-Tals in Roccabruna, in der Provinz Cuneo.
Ein spiritueller und geheimnisvoller Ort, der durch seine Umgebung und sein Panorama fasziniert. Bei einem Abenteuer zwischen seinen Felsen reisen Sie zurück in die Zeit vor mehr als 4.000 Jahren, dank der Funde aus der Bronzezeit, die bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden.
In einem von reicher Vegetation umschlossenen Gebiet können Sie den Masso Altare, Roccias Fenestre, den Trono del Re und die Grotta di Balmascura bewundern sowie die Morphologie des Sonnenkalenders würdigen. An dieser Stätte befinden sich 35.000 Schalensteine, die im Jahr 1991 entdeckt wurden und deren Ursprung noch untersucht wird: Es handelt sich um Vertiefungen mit einem Durchmesser zwischen 2 und 20 Zentimetern. Sie sind zu Hunderten auf imposanten flachen oder leicht geneigten Steinplatten gruppiert; in anderen Fällen scheinen Kompositionen benachbarter „Schalen“ geometrische, symmetrische Figuren, numerische Analogien, bogenförmig-geradlinige Verkettungen und sogar anthropomorphe Figuren zu bilden. Im Jahr 2013 wurde eine mutmaßliche Felsmalerei mit anthropomorphen Hirschgestalten, die am RocceRé gefunden wurde, der Weltversammlung der IFRAO (International Federation of Rock Art Organizations) in New Mexico präsentiert. Im Jahr 2016 stellten einige Astrophysiker die Hypothese auf, dass es sich um eine Darstellung von Himmelskarten und Sternbildern auf dem Fels handelt.
Im Jahr 2024 bewertete ein neues geologisches und archäologisches Gutachten, das von der Oberbaubehörde des Piemont (Soprintendenza) in Auftrag gegeben wurde, die Formationen vor Ort als vollständig natürliche Phänomene, die aus der Endphase des letzten glazialen Maximums stammen. Die Schälchen/Vertiefungen seien demnach natürlich durch Weathering Pits entstanden.
Dank dieses Phänomens, auch Gnammas genannt, wird das RocceRé zu einer Stätte von erheblicher geologischer und naturkundlicher Bedeutung erklärt. Die archäologischen Funde belegen die Nutzung des Ortes durch prähistorische und/oder frühgeschichtliche Völker, die diese geheimnisvollen Steinschalen höchstwahrscheinlich als heilig betrachteten und sie für antike Rituale nutzten oder entsprechend anpassten.
Besucherzentrum
Das Besucherzentrum Rocceré liegt inmitten des Pinienwaldes von Sant’Anna di Roccabruna.
Es befindet sich bei der Schutzhütte Sant’Anna. Besuchen Sie es, um anhand von Artikeln, Projekten, Dokumentationen, Fotoausstellungen und Zeichnungen in die Geschichte des Rocceré von seiner Entdeckung bis heute einzutauchen.
Da es sich um eine vollwertige Schutzhütte handelt, gibt es auch einen Essbereich und Schlafplätze. Für diejenigen, die es einfacher mögen, besteht die Möglichkeit, im Pinienwald im Zelt zu übernachten.
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Besichtigung